Kita Igling

Eingewöhnung

Der Eintritt des Kindes in die Tagesbetreuung ist geprägt von Neugier, positiver Aufregung, aber auch von Unsicherheiten. In dieser Zeit brauchen Kinder ihre Bindungspersonen zur Begleitung, um vor Überforderung geschützt zu sein. Die Bindungsperson ist die sichere Basis, von der aus das Kind in seinem Tempo die neue Umgebung erkunden, sich bei Bedarf Sicherheit holen und allmählich in die Beziehung zur Bezugserzieherin hineinwachsen kann.

Deshalb sollte eine Bezugsperson ein paar Tage Zeit einplanen, bis das Kind zur eingewöhnenden Erzieherin eine bindungsähnliche Beziehung aufgebaut hat und diese dann als sichere Basis akzeptiert.

Den Zeitraum und das Eingewöhnungsverfahren passen wir mit Ihnen gemeinsam den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes an.

Übergänge gestalten

1

Für neue Kinder

In der Regel beginnen wir im September zu Beginn des neuen Kita-Jahres mit der Eingewöhnung der neuen Kinder.

Die neuen Kinder kommen „gestafftelt“ zu uns. Das bedeutet, dass nicht alle Kinder gleichzeitig starten, da wir die Eingewöhnung für jedes Kind intensiv an den Bedürfnissen des Kindes orientiert, begleiten. 

Erfahrungsgemäß dauert die Eingewöhnung ca. zwei Wochen. 

2

Für WEchselkinder

Kinder, die bereits eine Krippengruppe in unserem Haus besucht haben, gewöhnen sich meistens schneller ein, als Kinder, die bisher keine äußerliche Betreuung kannten.

Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen. Die größere Gruppe und der neue Kindergartenalltag stellen eine neue Herausforderung dar, die einfühlsam begleitet wird.

Wir bereiten einen sanften Übergang von der Krippe in den Kindergarten vor. Von Anfang an haben die Kinder in alltäglichen Aktionen (z.B. Botengänge der Erzieher*in) die Möglichkeit, das Haus und die Räume kennenzulernen. Wir folgen den Impulsen der Kinder, wenn sie neugierig auf den Kindergarten sind.

3

Erste Tage

Grundphase

In den ersten Tagen kommt die Bezugsperson mit dem Kind in die Einrichtung und bleibt ca. 1 Stunde im Gruppenraum. In den ersten zwei Tagen erfolgt kein Trennungsversuch. Wichtigste Aufgabe der Bezugsperson ist, ein „sicherer Hafen“ für das Kind zu sein. Die pädagogische Fachkraft begleitet dabei. 

Erste Trennung nach 3. Tag

Nach einer Spielphase verabschiedet sich die Bezugsperson vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe. Wenn der Elternteil zurück in den Gruppenraum kommt, begrüßt er das Kind und verabschiedet sich dann zusammen und geht nach Hause. Die Trennung ist nur kurz 15 – 20 Minuten.

Während unserer Eingewöhnungsphase haben Eltern oder die Bezugspersonen auch jederzeit die Möglichkeit, sich im Haus (z.B. im „Elterncafé) aufzuhalten oder auch mit kostenlosem Gast WLAN zu arbeiten.  

4

nach ein paar Tagen

Stabilisierungsphase

Täglich, schrittweise, nimmt die Elternanwesenheit ab. Die Anwesenheit des Kindes in der Einrichtung wird gesteigert. Wichtig sind feste und für das Kind nachvollziehbare Abschiedsrituale, wie z. B. „Winken am Fenster“, Kuscheltiere oder andere Übergangsobjekte, die ihm Sicherheit geben, sowie die telefonische Erreichbarkeit der Eltern

Schlussphase

Die begleitete Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind sich in der Beziehung zur Bezugserzieherin so vertraut und sicher fühlt, dass es auf andere Kinder zugeht, sich selbst Beschäftigungen sucht, Materialien und Raum erkundet. Das Kind ist sichtbar entspannt, es lacht und zeigt Freude.
Im Anschluss erfolgt ein Elterngespräch bei dem man sich austauscht, wie das Kind den Übergang bewältigt hat.

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